Ab wann muss man eine MPU machen?

Von Sedura Consulting
30.09.2022
5 Minuten zu lesen

Hast du einmal deinen Führerschein verloren, musst du eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) bestehen, damit du ihn wiederbekommst. Herkömmliche Ursachen können einfach übermäßiger Alkoholkonsum oder ein volles Punktekonto in Flensburg sein. Doch es gibt auch Fälle, wo du die Fahrerlaubnis entzogen bekommst, ohne auch nur einen Punkt in Flensburg zu haben. Aber ab wann MPU?

  • Ab acht Punkten in Flensburg ist Fahrerlaubnis weg
  • 1,6 Promille Alkohol und mehr: die MPU ist dir sicher
  • Drogen ziehen umfangreichere MPU nach sich
  • Medizinisches Fahrverbot durch Krankheiten
  • Fahrverbot wegen Krankheit kann von behandelnden Ärzten aufgehoben werden
Ab wann MPU

Acht Punkte sind einer zu viel

Mit acht Punkten in Flensburg ist der “Lappen” definitiv weg und du musst auch zur MPU und dort nachweisen, dass du dich zum Führen von Kraftfahrzeugen eignest. Verkehrsdelikte wie deutlich zu schnelle Geschwindigkeit, das Überfahren einer roten Ampel und vor allem die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer gehören zu den Gründen, wie man die Anzahl der Punkte erhöht. Natürlich zählt auch Alkohol am Steuer mit dazu, dass man, sofern man es nicht vollkommen übertrieben hat, ebenfalls ein paar Punkte gutgeschrieben bekommt.

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Ab wann MPU dank Alkohol?

Zugleich ist der wohl offensichtlichste Fall, dass du auch ohne Gutschriften auf dem Punktekonto deinen Führerschein weggenommen kriegst, der viel zu heftige Alkoholkonsum am Steuer. Das Überschreiten der 0,5-Promille-Grenze führt zu zwei Punkten, bei Gefährdung des Straßenverkehrs gibt es sogar drei. 

Hast du aber 1,6 Promille und mehr Alkohol im Blut, wars das aber mit dem Lappen, egal wie viel Punkte du in Flensburg hast. Gefährdest du andere Menschen, reicht sogar schon nach Ermessen ein Alkoholgehalt über 1,1 Promille. Für Fahranfänger unter einem Alter von 21 Jahren oder denjenigen, die sich in der zweijährigen Probezeit befinden, gilt übrigens eine Promillegrenze von 0,0!

Folgen von Alkohol am Steuer

Angetrunkenheit am Steuer wird so hoch bestraft, weil Alkohol zu extremen Wahrnehmungsveränderungen führt. Damit verschwimmt nicht nur das nur alles vor den Augen und die Reaktionsfähigkeit nimmt ab, sondern auch die Gefahreneinschätzung verschwindet fast komplett. Bereits wenig Alkohol reicht aus, damit ein spielendes Kind am Straßenrand nicht mehr als mögliche Gefahr wahrgenommen wird, sondern nur noch als ein Kind, das am Straßenrand steht. Deshalb geht es direkt ab zur MPU, wenn man es mit dem Trinken stark übertrieben hat.

Drogen führen zur umfangreichen MPU

Dieselbe Intoleranz gilt aus dem gleichen Grund dem Fahren unter Drogeneinfluss. Es ist egal, ob es sich dabei um Cannabis, Kokain, Heroin oder noch härtere Drogen handelt. Bei Drogenmissbrauch ist der Gesetzgeber sogar noch strenger, denn hier kann eine MPU angeordnet werden, die wesentlich umfangreicher ist. Es wird unter anderem mithilfe von regelmäßigen Urin- oder Haarproben ermittelt, ob der Drogenkonsum einmalig oder dauerhaft ist.

Null Punkte und trotzdem Fahrverbot: Krankheiten

Etwas gemein, aber dennoch richtig, ist eine Fahrsperre oder der Entzug der Fahrerlaubnis, wenn man die Fahrtüchtigkeit aufgrund von körperlichen Einschränkungen in Frage stellen muss. Sehstörungen, Demenz, weitere Krankheiten wie Parkinson oder Epilepsie sind nur ein paar Beispiele, die einen ungeeignet zum Fahren machen. Mit einer oder mehreren Erkrankungen wie diesen gefährdet man nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch Menschen in der Nähe des eigenen Autos – etwa in der Innenstadt oder auf einem Parkplatz. Wer trotz körperlicher Einschränkungen dennoch zum Lenkrad greift, sollte sich stets bewusst darüber sein, wie sehr er andere Menschen gefährdet.

Ab wann MPU wegen Erkrankung?

Dennoch heißt eine Erkrankung nicht zugleich, dass für alle Zeiten ein Fahrverbot besteht. Behandelnde Ärzte erlegen dem Patienten dann ein medizinisches Fahrverbot auf und können dieses auch wieder lösen. Sobald die Mediziner den Behandlungserfolg so einschätzen, dass keine Fahruntauglichkeit mehr besteht, darf man wieder selbst ein Auto fahren. Greift man ohne diese Freigabe zum Lenkrad und fällt bei einer Verkehrskontrolle auf, so wird dem Patienten auch bei null Zählern beim Flensburger Punktesystem der Führerschein entzogen und er muss zur MPU.

Beispiel Epilepsie

Wie so etwas aussehen kann, zeigt die Krankheit Epilepsie. Im Prinzip ist jeder von der Krankheit gefährdet, da sie jederzeit ausbrechen kann. Auslöser für einzelne Anfälle können etwa Stress, Schlaflosigkeit, eine falsche Ernährung oder Ähnliches sein.

Betroffene berichten oft davon, dass zunächst ein Schwindel einsetzt, alles vor den Augen verschwimmt und dann kurzerhand “die Lichter ausgehen“. Während des Anfalls sind sie vollkommen bewusstlos. Würden sie jetzt ein Fahrzeug führen, stellt das eine große Gefahr für alle dar, weil ein Epileptiker in nichts mehr eingreifen kann. Deshalb müssen sie sich in eine dauerhafte Therapie bei einem Neurologen begeben, der sie mindestens einmal im Jahr untersucht.

Ärztliche Fahrsperre aufgrund von Epilepsie

War das der allererste Anfall und gab es sonst keine Auffälligkeiten, so wird in der Regel ein sechsmonatiges Fahrverbot ausgesprochen. Bei der Diagnose Epilepsie gilt im Regelfall ein Fahrverbot von einem Jahr und länger. Nur der behandelnde Neurologe kann die Fahrsperre aufheben, wenn er glaubt, der Erfolg der Behandlung schließe einen erneuten Anfall nahezu aus. Bei LWK-Fahren und Fahrzeugführern im öffentlichen Personentransport wird eine Fahreignung erst nach fünfjähriger Anfallsfreiheit ausgesprochen, und auch nur, wenn keine medikamentöse Behandlung durchgeführt wurde.

Sicher die MPU bestehen

Es gibt also eine ganze Menge Gründe, ab wann man zu einer MPU muss. Ob selbstverschuldet oder nicht (wie etwa bei Krankheitsausbrüchen), spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, immer im Hinterkopf zu behalten, dass man andere im Straßenverkehr gefährden kann, wenn man sich nicht an die Regeln hält.

Solltest du deinen Führerschein bereits verloren haben und auch zur MPU müssen, kann dir eine Erkenntnis wie diese sehr helfen. Da jede MPU anders und individuell ausgerichtet ist, solltest du dich auf alle Eventualitäten der MPU vorbereiten, damit du deine Fahrerlaubnis zurückerhältst. Unsere Experten von SEDURA sind da die richtigen Helfer, die dir zeigen, wie du die MPU ohne Probleme bestehst.

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FAQ:
Wann muss eine MPU gemacht werden?
Eine MPU muss gemacht werden, wenn die Fahrerlaubnis entzogen wurde und man sich als “nicht geeignet” für den Straßenverkehr erwiesen hat. Gründe dafür können ein volles Punktekonto in Flensburg, übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum, aber auch Fahren trotz eines medizinischen Fahrverbots sein.
Wer entscheidet, ob eine MPU gemacht werden muss?
Ab wann eine MPU gemacht werden muss, entscheidet nur die Fahrerlaubnisbehörde nach dem Entzug des Führerscheins. Eine MPU ist freiwillig, jedoch ist die Prüfung eine Voraussetzung, um die Fahrerlaubnis schnellstmöglich zurückzubekommen.
Was für Gründe gibt es für eine MPU?
Eine MPU wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, wenn dem Fahrer aufgrund verschiedener Delikte (Verkehrsregeln oder ärztliches Fahrverbot missachtet, Alkohol-/Drogeneinfluss, etc.) der Führerschein entzogen wurde. Um ihn wiederzuerlangen, muss er mit der MPU seine Fahrtauglichkeit beweisen.
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